Kunst-Station Sankt Peter Köln

 


 

 




 

Composer in Residence 2009: Peter Köszeghy

 

Der seit 1992 in Deutschland lebende ungarische Komponist Pèter Köszeghy studierte an der HfM "Hanns Eisler" Berlin
Komposition bei P.-H. Dittrich und Elektronische Musik bei A. Bartetzki. Seit seinem Diplom im Jahre 1999 arbeitet er als freischaffender Komponistin und Musikpädagoge in Deutschland. Viele seiner Kompositionen wurden mit Preisen ausgezeichnet und bei Festivals wie Ultraschall Berlin, Ensemblia Mönchengladbach, AdeVantgarde München, Tongyoeng International Music Festival Korea, First Bohlen-Pierce Conference Boston USA aufgeführt. Er erhielt Einladungen zum 4. Nachwuchsforum der GNM und Ensemble Modern, Frankfurt a.M. (1999), zum "1° Forum International des jeunes compositeurs" vom CDMC, Paris (2000), zu "Musik unser Zeit", Münster mit Portraitkonzert und Gesprächen (2004) und war "Composer in Residence" in Köln bei der Kunststation St.Peter (2009). Köszeghy war Stipendiat der Sektion Musik der Akademie der Künste Berlin (2006), des Künstlerhauses Schloss Wiepersdorf (2009) und am Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop (2009). Kompositionsaufträge erhielt er u.a. vom Berliner Senat (1999), der Langen Nacht der Elektronischen Klänge der AdK, Berlin (2002), vom Kammerensemble Neue Musik Berlin (2006), vom
Deutschlandfunk (2009), dem Ensemble EAR, Budapest (2005 und 2010) und der Tonhalle Düsseldorf (2010). Zu den Interpreten seiner Kompositionen zählen u.a. das Helsinki Philharmonic Orchestra, die MusikFabrik NRW, das Ensemble Zagros, Finnland, das Ensemble Aleph, Frankreich, das Gesangsensemble AuditivVokal, Dresden, das e-mex Ensemble, Düsseldorf und als Solisten u.a. Camilla Hoitenga, Peter Veale, Istvàn Matùz, Pascal Gallois und Carin Levine.

Köszeghy gehört als Komponist keiner ästhetischen Gruppe an. Seine Musiksprache wirkt oftmals aufrüttelnd und offensiv, wobei die Energie, welche in der Musik steckt und die durch die Aufführung seiner Musik erzeugt wird, für ihn zentrales Movens seiner kompositorischen Arbeit ist. Er will damit die Grenzen des Herkömmlichen sprengen. Das Ausloten von Grenzbereichen der musikalischen Spieltechniken und die Virtuosität seiner Kompositionen sind dabei aber niemals Selbstzweck, sondern gehorchen stets übergeordneten Konzepten und sind durch die Energien, die durch diese in seine Kompositionen getragen werden, motiviert. Viele seiner Werke sind durch mythologische Stoffe inspiriert: aus der griechischen Antike, oftmals aber auch aus dem Schamanentum, wodurch Kőszeghy auf die Wurzeln seiner ungarischen Kultur Bezug nimmt. Neben auskomponierter Musik widmet er sich der Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern in multimedialen Bereichen und tritt oft als Performancekünstler auf. Elektronische Musik ist bei Köszeghys Arbeit ein fester Bestandteil.


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